Abt Josef von Mariawald bei PMT-Tagung
Bei der Jahreshauptversammlung der „Laienvereinigung für den klassischen römischen Ritus in der katholischen Kirche“ – besser bekannt unter „Pro Missa Tridentina“ war auch Abt Josef Vollberg von der Trappistenabtei Mariawald zu Gast. Er sprach über die Entwicklungen in seinem Kloster nach der angekündigten Rückkehr zum alten Usus.
Abt [Josef; MBü] Vollberg berichtete, dass die Abtei Mariawald als erstes Männerkloster in Deutschland und als erste Trappistenabtei weltweit überhaupt die konkrete Anwendung des Motuproprio auf das klösterliche Leben umgesetzt habe. Dieser Schritt sei im Jahr 2008 angedacht worden und man sei von der römischen Kurie sowie sogar von Papst Benedikt XVI. persönlich dazu ermutigt worden.
Die Umstellung von Liturgie und Stundengebet sei in relativ kleinen Schritten erfolgt bzw. erfolge noch. So seien zunächst nur einzelnen hl. Messen in der außerordentlichen Form gefeiert worden; seit Februar 2009 werde nun täglich im alten Ritus zelebriert. Im Mai sei die Komplet auf den alten Usus umgestellt worden, am 6. August die kleinen Horen (Terz, Sext und Non) und seit einigen Tagen auch die Vesper. Die Prim „fehle“ allerdings derzeit noch [im neuen Usus gibt es keine Prim mehr – hierbei wurde allerdings nur eine ausdrückliche Anweisung des Konzils durchgeführt; MBü].
Bei der Umstellung sei man sehr unterstützt worden von Gemeinschaften und auch einzelnen Priestern, die den alten Ritus bereits pflegen. Diese Hilfe habe man dankbar angenommen, denn diese Form des Ritus müsse neu erlernt werden.
Mit Freude berichtete der Abt, dass man nach diesem Schritt nun wieder berechtigte Hoffnung auf Nachwuchs habe, inzwischen seien drei Postulanten da. Allerdings bedürfe es zum Leben in einem Trappistenkloster nicht nur der geistlichen Berufung an sich, sondern zusätzlich der Berufung zum monastischen Leben.
Der Gottesdienstbesuch habe etwas zugenommen, es sei aber zu bedenken, dass die Abtei bewusst recht abgelegen sei. [...]
(via introibo.net)
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